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Dez 2011 20

Einsame Klasse – brand eins Artikel

Erschienen am 20. Dezember 2011

Warum gibt es so wenige Selbständige in Deutschland? In praktisch jedem Industrieland dieser Erde ist der Anteil der Selbständigen an der arbeitenden Bevölkerung höher als hierzulande. Sogar in China, und dort haben sie sich vor nicht allzu langer Zeit noch dem realexistierenden Sozialismus hingegeben. Der brand eins-Artikel”Einsame Klasse” gibt auf diese Fragestellung, die viel mit den aktuellen wirtschaftlichen wie sozialen Problemen zu tun hat, sehr detailliert Antwort. Allerdings fällt diese Antwort, so viel sei vorweggenommen, einseitig und polemisch aus. Das Gute ist: Daran lässt der Verfasser von Anfang auch keinen Zweifel.

Im Artikel ist der Schuldige am Dilemma schnell ausgemacht: Der deutsche Sozialstaat ist der Sündenbock und mit ihm alle Politiker, Sozial- und Rentenversicherungen sowie natürlich die sozialversicherten Arbeitnehmer selbst, die nicht von ihren Pfründen lassen wollen. Sie alle degradieren den Selbständigen zum Bürger zweiter Klasse, so das Credo des Artikels. Natürlich fallen bei dieser einseitigen Darstellung auch einige Vorzüge jenes verteufelten Sozialstaats unter den Tisch. Aber wer vor teilweise drastischen und überspitzten Formulierungen nicht zurückschreckt, die in ihren besten Momenten beißend ironisch und amüsant zu lesen sind, erfährt sehr genau, welche Knüppel die deutsche Bürokratie dem Selbständigen zwischen die Beine schmiss. Ein sehr kontroverser Text, der zur Diskussion geradezu herausfordert.

So hoffentlich auch Euch. Schreibt uns Eure Meinung zum Thema direkt hier oder gern auch auf unserer Fanpage.

Eure FRECHen & WUESTen

 

Einsame Klasse

Selbstständige sind die Grundlage alles Unternehmerischen, der Motor der Ökonomie. Anderswo. In Deutschland sind sie Bürger zweiter Klasse, die von einem verbiesterten System zu Außenseitern gemacht werden. Dabei steht immer öfter Willkür vor Recht.

1. Auf ewig Sozialstaat

Alles im Leben hat seinen Preis, aber wie viel nimmt man für den folgenden Satz? Die Würde des Menschen ist unantastbar. So steht’s im Grundgesetz, und darauf schwören Politiker und Beamte jeden Eid. Das kostet nichts. Das deutsche Sozialsystem hingegen kostet pro Jahr mehr als 720 Milliarden Euro.

 

weterlesen - aus brandeins 01/2007 – Schwerpunkt: Selbstständigkeit, Autor: Wolf Lotter

 

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Kommentare

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  1. Lutz Breunig sagt:

    Warum es so wenige Selbständige in Deutschland gibt? Ganz einfach: Weil wir bereits in der Grundschule zu Arbeitnehmern erzogen werden.

    Beste Grüße
    Lutz Breunig

  2. Die Schulen erziehen in Deutschland zu braven Arbeitnehmern. Da hat die Sichtweise “das Leben selbst in die Hand zu nehmen” und Unternehmer (Entrepreneur)zu werden keinen Platz. Politik in diesem Zusammenhang tut sich mehr als schwer. Jüngstes Beispiel: Die Abschaffung des GZ (Gründungszuschuss) als Pflichtleistung der Agentur für Arbeit. Um viel Geld zu sparen. Und dies noch entgegen der Empfehlung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das BMWI sieht nach wie vor den GZ als bewährtes wirtschaftspolitisches Instrument zur Förderung der Gründerkultur. Deutschland spart sich kaputt. Da kann ich nur sagen: Armes Deutschland !

    Beste Grüße
    Jan-Pieter van Nes

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