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Aug 2011 25

Die Trüffelschweinezüchter – Artikel aus der brandeins Serie

Erschienen am 25. August 2011

Die Frage, die man sich hier stellt ist: Kann man Studenten zur Selbständigkeit heranziehen oder nicht? Im Studium bekommt man Fakten vermittelt, die strickt nach Lehrbuch abgearbeitet werden. Wahre Erfahrungen sind bei den meisten Professoren nicht von Bedeutung. Bei einer Firmengründung hingegen kommt es nicht nur auf gute Businesspläne, sondern die Grundidee muss stimmen. Der theoretische Aspekt wird an Universitäten schnell vermittelt – doch leider reicht die Theorie aus Lehrbüchern nicht aus um erfolgreicher Unternehmer zu werden.

Professoren wie Günter Faltin, Reinhard Schulte und Lambert Koch wenden sich dem starren und einheitlichen Bildungssystem ab, und stellen in dem brand eins Artikel Ihre Sichtweise der wirksamen Wissensvermittlung dar. Abgewandt vom Lehrbuch und reinen Fakten sollen Studenten dazu angespornt werden selber nachzudenken und zu forschen. Das Gespür für eigene Ideen gilt es zu wecken sowie die Frage der Umsetzung. Nicht alles als Tatsache hinnehmen, sondern hinterfragen und verbessern – lautet die Devise.

Obwohl Faltin, Schulte und Koch ganz unterschiedliche Auffassungen der Bildungsvermittlung haben, streben Sie dennoch das gleiche Ziel an.
Ihre Studenten bestmöglich auf die Selbstständigkeit vorbereiten. Wie das funktioniert und wieso Faltin Entrepreneure mit Trüffelschweinen vergleicht erfahrt ihr hier im  brandeins Artikel.

Wie seht ihr das werden unsere Studenten zur Selbstständigkeit herangezogen oder ist das durch strickten Unterricht am Lehrbuch gar nicht möglich?

Ein Thema zu dem wir auch eure Meinungen hören wollen. Gern auch direkt auf unsere Fanpage.

Euer FRECH & WUEST Team

Die Trüffelschweinezüchter

Für die Selbstständigkeit braucht man Talent, Gespür und Vorbilder. Sind Universitätsprofessoren dafür die richtigen Lehrmeister?

- Der Rapid Prototype sieht aus, als habe man es wirklich verdammt eilig gehabt: Ein paar Sperrholzlatten formen einen großen Quader, in dessen Inneren hinter einem Duschvorhang drei Bierbänke stehen, auf denen eine fleckige Matratze und alte Kissen liegen. Ist es eine Hundehütte? Eine Gefängniszelle? Nein, der Verschlag, der zwischen Stanz- und Fräsmaschinen in einer Werkstatt in Garching bei München steht, ist der erste Prototyp einer modernen Schlafkabine. Fünf solcher Kabinen sollen demnächst auf dem Flughafen München für müde Umsteiger zum Nickerchen bereitstehen – dann aber aus stabilem Plastik, mit einer schicken Liege, professioneller Lichttechnik und einem Kreditkarten-Slot. Wenn alles gut läuft, wollen die Studenten, die sich “Easysleep” ausgedacht haben, bald auch auf anderen Flughäfen ihre Schlafkabinen vermieten.

Ideen wie diese findet man viele im “Unternehmertum”, einem Institut der Technischen Universität München. Ihre Erfinder sprechen schnell und mit Begeisterung von Prototypen, Marktpotenzialen und Break-even-Points. Sie haben keine Visitenkarten, aber viel Energie und tragen eher Jeans und Hemd als Anzug und Krawatte. Sie gehen für ihre Gründung mit mehr Geld um, als sie selbst jemals besessen haben, und sehnen sich nicht nach Urlaub, sondern nach Arbeit. Sie müssten müde sein – sind aber hellwach. So wie die Erfinder von Easysleep.

weterlesen - aus brandeins 09/2007 – Schwerpunkt: Mehr Selbstständigkeit, Autor: Jens Tönnesmann

 

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