Als Blinder sehen! – Alles ist möglich …
Caroline Casey wollte ein Biker-Girl sein. Schwarze Lederstiefel und coole Rocker
Alles das Stand für Freiheit. Zu ihrem 17. Geburtstag schenkten ihr ihre Eltern eine Fahrstunde. Caroline, die ihre kleine Schwester an diesem Tag zum Augenarzt begleiten wollte, um sie zu unterstützen, wie das große Schwestern nun einmal tun, erlebte den wohl schwersten Tag ihres Lebens. Sie ließ sich nur aus Spaß die Augen testen. Nachdem sie dem Arzt erzählte, dass sie an ihrem Geburtstag endlich das erste mal Auto fahren würde und dieser sich nach kurzem Schweigen zu ihren Eltern wandte und sagte: “Sie haben es Ihr also noch nicht erzählt?”
Seit der Geburt zu 50% blind.
Ihre Eltern entschieden kurz bevor sie zur Schule ging ihr keine Grenzen zu setzen und ihr nichts von ihrer Sehschwäche zu sagen. Sie selbst sagt, ihre Eltern gaben ihr die Gabe zu glauben. Sie hatte es bis zu ihrem 17 Lebensjahr geschafft ohne das irgendjemand außer ihrer Eltern wusste, dass sie zu 50% blind war.
Sie verließ die Praxis, natürlich am Boden zerstört, aber dann wütend über das verrückte Gerede des Arztes und voller Überzeugung das sie Autofahren lernen wird und noch so vieles mehr. Niemand sollte es erfahren.
Sie wollte nicht verletzbar, schwach, erfolglos, eingeschränkt, blind sein. Sie wollte sich nicht einschränken müssen.
Sie arbeitete in den verschiedensten Bereichen. Von der Masseuse bis hin zur Leitung eines Restaurants. Sie ging zur Business School, machte ihren Abschluss und nach 2,5 Jahren Tätigkeit in einer international tätigen Beratungsfirma – das Ende – ihre Augen setzten komplett aus. Sie war nun zu 100% blind. Nun musste sie das erste mal in ihrem Leben zu geben das sie blind ist und sich eingestehen, dass sie Hilfe benötigt.
Der Augenarzt, an welchen sie sich wandte, machte mit ihr keinen Augentest sondern fragte sie eine einfache Frage: “Warum tust Du das?” Er half ihr, sich viel mehr der Wahrheit zu stellen: Sie war blind und konnte dies auch nicht ändern. Vollkommen am Ende ihrer Kräfte und ohne Sicht auf einen Ausweg oder Milderung ihres Schmerzes bricht sie zusammen. In diesem Moment denkt sie jedoch nur an die Worte ihre Arztes, der sie fragte was sie als Kind sein wollte.
Sie dachte an Mogli aus dem Dschungelbuch und seinen Ritt auf den Elephanten. Das wollte sie doch eigentlich. Mogli sein.
Wenig später reitet Caroline über 100km auf einem Elephanten durch ganz Indien. Inspiriert davon entschloss sich Caroline eine soziale Unternehmerin zu werden und gründete eine Organisation, die sich um den Erhalt der asiatischen Elefanten kümmert. Mit dem Unternehmen Kanchi, welches sie nach ihrem Elephanten benannte wollte sie die Integration von Behinderten in normalen Jobs fördern, denn wir müssen weg von den Tabus, Etiketten und Ausgrenzungen.
“Ich habe gelernt, dass Autos, Motorräder und Elefanten nicht Freiheit bedeuten. Sich selbst absolut treu zu sein: Das ist Freiheit. Ich habe niemals Augen gebraucht, um sehen zu können. Niemals. Alles was ich brauchte, war eine Vision und der Glaube an mich selbst. Wenn Sie wirklich an sich glauben, und ich meine das aus tiefstem Herzen, können Sie die Welt verändern.Und wir müssen die Welt verändern!”
Für uns war dies ein sehr inspirierendes Video! Glaub an Dich und Du kannst alles schaffen.
Wie denkt Ihr? Schreibt uns wie immer Eure Gedanken hier im BLOG oder auf unserer Facebook Page Fanpage.
Viel Spaß beim Video.
Euer FRECH & WUEST – Team
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